
(Das Foto hat mir mein Sohn Alexander geknipst).
Vorbereitung:
Als erstes werden Edelstahlstäbe in Trennmittel getaucht und getrocknet. (Damit sich die fertige Perle später gut vom Stab lösen lässt). Um das Glas zu erhitzen benutze ich einen Arnold Brenner, den Isihead. Dies ist ein Zwei-Gas-Brenner, der mit Gas und Sauerstoff betrieben wird. Zum Schutz der Augen ( Glassplitter und Strahlung) trage ich eine Schutzbrille, eine sogenannte Didimyum-Brille. Die giftigen Gase, die bei der Glasschmelze freigesetzt werden, saugt eine starke Absauganlage ab. Wenn ich Silber oder silberhaltige Gläser verarbeite, schütze ich mich noch zusätzlich mit einer Atemmaske, (Schutzklasse 3)
Glassorten:
Ich verwende für meine Perlen meist Stäbe aus deutschem Lauschaer Glas, Reichenbach Glas, Ornella Glas, Kugler Glas, Double Helix, CIM und italienischem Moretti Glas (Murano).
Die Herstellung einer Glasperle:
Die Spitze des Glasstabes wird langsam in der Flamme zum schmelzen gebracht. Wenn das Glas weich ist, wird es vorsichtig um den Dorn (Edelstahlstab) gewickelt. Dieses macht man so oft, bis die Perle die gewünschte Größe hat, die man möchte. Man muss das Ganze ständig drehen, da das Glas sonst nach untern tropft. Durch das ständige, gleichmässige Drehen des Dornes bekommt die Perle dann auch die runde Form.
Man kann die Perle mit Blattgold, Blattsilber oder mit Stringern verzieren. Stringer sind lang gezogene dünne Glasfäden. Mit ihnen kann man Linien oder auch Punkte ( Dots) auf die Perle malen. Man kann diese einschmelzen oder erhaben stehen lassen. Durch das immer wieder auftragen , einschmelzen, auftragen, einschmelzen..... ergibt sich ein unendliches Potenzial an Möglichkeiten. Mit feuerfesten Gegenständen ( z.B. Messer, Löffel, Zange....) kann man die Form der Perle verändern. Es gibt auch sehr viel Spezial- Werkzeug für diesen Zweck.
Wenn die Perle fertig verziert ist, kühlt man sie im hinteren Teil der Flamme langsam herunter. Danach kommt sie in den digital gesteuerten Temperofen. Ich verwende einen Chilli Pepper Ofen. Darin werden die Perlen ganz langsam auf Zimmertemperatur heruntergekühlt. Dieses schonende Abkühlen nennt man tempern. Es baut die Spannungen in der Glasperle ab. Eine Perle, die so schonend abgekühlt wird, ist viel wiederstandsfähiger. Sie hat eine bedeutend längere "Lebenserwartung" als eine ungetemperte Perle.
Die abgekühlte Perle wird vom Dorn gezogen und unter Wasser vorsichtig von Hand mit einer Diamantfeile gereinigt.
Dann ist sie fertig.
Für alle meine Schmuckstücke verwende ich nur hochwertige Materialien, aus der Schmuckindustrie.